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Donnerstag, 22. Mai 2008, 20.00 Uhr: Ouaga Saga von Dani Kouyaté

Im Rahmen der Filmreihe „african reflections“ lädt AfricAvenir am Donnerstag, den 22. Mai 2008 um 20.00 Uhr zur Filmpremiere von „Ouaga Saga“ in das Filmtheater Hackesche Höfe ein. Im Anschluss an den Film wird ein Gespräch mit dem Regisseur Dani Kouyaté stattfinden.

Ouaga Saga - Ein modernes afrikanisches Westernmärchen
Dani Kouyaté, Burkina Faso 2005, 85 min.

Ouaga SagaAm: Donnerstag, den 22. Mai 2008
Beginn: 20.00 Uhr
Ort: Filmtheater Hackesche Höfe (Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin)
Kartenreservierung und Filmauskunft: (030)283 46 03
Eintritt: 6€ / 5€ (erm.)

Kurzinhalt
Im Zentrum des Films steht eine Gruppe Jugendlicher in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos. Ein jeder hegt seinen Traum einer Fußball-, Kino- oder Musikerkarriere. Der Diebstahl eines Motorrads bringt die Clique ihren Plänen ein Stück näher, doch ein missgünstiger Nachbar macht ihnen ihre Beute streitig. Ob sich die Freunde am Ende den Traum eines eigenen Kinos erfüllen können?

Der Film «Ouaga Saga» von Dani Kouyaté ist eine hinreißende Liebeserklärung an die Stadt Ouagadougou, ihren Rhythmus, ihre Menschen - und an das Kino. Nicht nur, dass dieses als Treffpunkt eine Rolle spielt - Kouyaté spielt auch mit diversen Genres, vom Western bis zum Fantasyfilm..

Dani Kouyate Regisseur: Dani Kouyaté
1961 in Bobo-Dioulasso, Burkina Faso, in eine Griot-Familie hineingeboren (Griot = „Erzähler der Geschichte“), kommt Dani Kouyaté sehr früh mit der Theater- und Filmwelt in Kontakt. Er besucht zuerst das „Institut Africain d’Etudes Cinématographiques“ in Ouagadougou und setzt seine Studien anschließend in Paris fort, wo er an der Sorbonne die „Maîtrise d’Animation Culturelle et Sociale“ erhält. An der „Ecole Internationale Anthropologique“ setzt er sich schließlich vertiefend mit anthropologischen Themen auseinander.
Seine Karriere als Filmemacher beginnt er im Jahr 1989 mit „Bilakoro“, darauf folgt 1991 „Tobore Kossam“. Dani Kouyaté interessiert sich stark für Legenden und zeichnet 1995 in seinem ersten Langspielfilm „Keïta! L’Héritage du Griot“ die Überlieferung von Soundjata Keïta nach, dem Gründer des Mandinke Reiches. 1999 stellt er sein Talent in den Dienst der burkinabischen Fernsehanstalt, um mehrere Episoden der Serie „À nous la vie“ zu drehen. Seine Faszination für das Theater bleibt und 2001 beschließt er, die Legende von Wagadu (Mythos der Soninke aus dem 7. Jahrhundert) auf die Leinwand zu bringen: „Sia, le rêve du Python“. In seinem neuesten Spielfilm „Ouaga Saga“ experimentiert Dani Kouyaté mit einer neuen Technik und dreht in High Definition.

Dani KouyateKommentar des Regisseurs
„Ouga Saga ist eine urbane Komödie. Ich versuche, die Gegenwart in Burkina Faso darzustellen: Eine Wirklichkeit, in der sich die ökonomischen Sorgen mit einer großen Jugendarbeitslosigkeit eingeschrieben haben, aber auch der Wille, Erfolg zu haben, ohne dabei in eine pessimistische Vision zu verfallen oder in ein negatives Bild (…)„Mehrere Elemente, Personen und Umstände sind charakteristische Erinnerungen an Ouagadougou und an meine eigene Kindheit“, sagt Dani Kouyaté. Dieses positive und fröhliche Universum, diese Lebenslust, die Liebe zum Kino, die Kunst dessen, was sie “Système D“ nannten (wie „Débrouille“, schlag dich durch) sei prägend gewesen für ihn und seine Freunde. „Ouaga Saga“ ist denn auch eine sehr persönlich geprägte Hommage an die Stadt Ouagadougou geworden und eine Liebeserklärung ans Kino. „Ich versuchte, die Verrücktheit Ougadougous zu rekonstruieren, ihre Dynamik, ihre Verschiedenheit und ihre Vitalität. So wurde auch die Stadt zu einem zentralen Protagonisten des Films.“

Ouaga Saga 2

Pressestimmen
“Eine Hommage an die Jugend von Ouagadougou und ihren Optimismus. Der Film ist ein modernes, wohlwollendes Märchen, das einlädt, ein bisschen Verrücktheit und Optimismus zu teilen.”
Journal Sidwaya (Ouagadougou)
“Dani Kouyaté hat einen sehr schönen Film gedreht, voller Träume und Hoffnungen. Ganz besonders gefällt mir daran, dass sich die Jugendlichen ob ihrer Gerissenheit und ihrem Gaunertum bewusst werden, dass man arbeiten muss, um seine Träume zu verwirklichen.”
Maman Kouyaté, Initiatorin des Spezialpreises «Graine de baobabs - Wamdé»

“Man verlässt den Film mit einem Schmunzeln, hat oft gelacht und sich anstecken lassen; (…) Dani Kouyaté, Ihr Film ist eine Wohltat in der heutigen Zeit. Ich bedanke mich bei Ihnen.”
Laurence Bisang, Radio Suisse Romande

“Das ist afrikanisches Wohlfühlkino, und die darin beschworene Lebensfreude kauft man dem Film weitgehend als authentisch ab. Sinn macht ein Film wie Ouaga Saga nicht zuletzt als Gegenakzent zu den ernüchternden Afrikabildern, welche gewöhnlich in die hiesigen Studiokinos gelangen.”
Valentin Rabitsch, Aargauer Zeitung

“Dani Kouyatés zauberhafter Film über die Träume junger Afrikaner ist alles andere als ein sorgendurchfurchter Dokumentarfilm und blendet Afrikas Probleme dennoch nicht aus. Das macht ihn unwiderstehlich. So bescheiden die Handlung, so sehr besticht Ouaga Saga durch seinen unbekümmerten Umgang mit der Erzähllogik, ähnlich einem Märchen oder guten Kinderbuch.“
Basler Zeitung

“Ohne Ouagadougou keine Ouaga Saga: Die Hauptstadt Burkina Fasos ist nicht nur Schauplatz der afrikanischen Gaunerkomödie; ihr quirliger Lebensrhythmus prägt die Atmosphäre des Films, die Musik und seine Hauptfiguren.”
Kathrin Halter, Züritipp

african reflections
‘african reflections’ ist eine Filmreihe, in deren Rahmen Spiel- und Dokumentarfilme afrikanischer Filmemacher/innen präsentiert werden. „Ouaga Saga“ wird in Kooperation mit dem Filmtheater Hackesche Höfe, dem Kairos Verleih und mit freundlicher Unterstützung von InWEnt gezeigt. Medienpartner ist radio multikulti.

One Response to “Donnerstag, 22. Mai 2008, 20.00 Uhr: Ouaga Saga von Dani Kouyaté”

  1. AfricAvenir » Blog Archive » AfricAvenir International Newsletter 3/2008 Says:

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