SO, 25. März 2007: Satin Rouge (Roter Satin)
Der Film erzählt die Geschichte von Lilia, einer ‘anständigen’ Frau und vorbildlichen Mutter, die sich eines Tages aus Sorge um ihre Tochter in das Nachtleben von Tunis begibt. Sie gerät in den Club „Satin Rouge“, der sie abschreckt, aber gleichzeitig auch in seinen Bann zieht.
Einladung
Im Rahmen der Filmreihe african reflections lädt AfricAvenir am Sonntag, den 25. März 2007 um 17:15 Uhr zur Filmvorführung von Raja Amaris mehrfach prämiertem Spielfilm Roter Satin (OmDtU) in das Filmtheater Hackesche Höfe. Im Anschluss an die Vorführung findet eine Diskussion statt.
Roter Satin (Satin Rouge)
R: Raja Amari
Tunesien/Frankreich 2002, 91 min.
Am: Sonntag, den 25. März 2007
Beginn: 17.15 Uhr
Ort: Filmtheater Hackesche Höfe (Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin)
Kartenreservierung und Filmauskunft: (030) 283 46 03
Eintritt: 6€ / 5€ (erm.)
Kurzinhalt
Lilia (Hiyam Abbas) hat den Ruf einer anständigen Frau und vorbildlichen Mutter. Seit dem Tod ihres Mannes kümmert sie sich alleine um Tochter Salma (Hend El Fahem). Diese, verliebt in den Musiker Chokri (Maher Kamoun), ist des Nachts oft lange unterwegs.
Aus Sorge um ihre Tochter begibt sich Lilia eines Tages in das Nachtleben von Tunis. Sie gerät in den Club „Satin Rouge“, der sie abschreckt, aber gleichzeitig auch in seinen Bann zieht. Einerseits ist Lilia über die Zurschaustellung der Frauen vor den Männern bestürzt, andererseits jedoch faszinieren sie der Bauchtanz, die Musik, der Zauber und die Verlockung, die von der Atmosphäre im Nachtclub ausgehen. Für Lilia beginnt ein Doppelleben: aus der Suche nach der Tochter wird eine Suche nach dem eigenen ich…
Regisseurin
Raja Amari wurde 1971 in Tunis geboren. Nach dem Studium der französischen Literatur in Tunis studiert sie an der Filmhochschule FEMIS in Paris. 1995 dreht sie ihren ersten Kurzfilm ‚Le Bouquet’ (Der Blumenstrauß), gefolgt von ‚Avril’ (April) im Jahre 1998. Neben ‚Satin Rouge’ (Roter Satin) hat Raja Amari einen weiteren Spielfilm ‚Un soir de juillet’ (2003) gedreht und ist darüber hinaus Autorin des Drehbuchs ‚Mon meilleur ami’.
Besetzung
Hiam Abbass, Maher Kamoun, Hend El Fahem, Monia Hichri, Faouzia Badr
Diskutanten
Harbi Mohamed Sélim ist Tunesier und seit 4 Jahren in Deutschland. Er studiert Audiovisuelle Medien und ist Assistent beim Deutsche Welle-Fernsehen für die Arabischen Nachrichten. Er beschäftigt sich seit einigen Jahren mit dem Arabischen und Nordafrikanischen Kino. Seine erste Filmische Arbeit “Revierkampf” hat er zusammen mit der “Contra Medienwerkstatt” realisiert.
Sami Kessentini ist in Tunis geboren und kam zum Studium nach Deutschland (Maschinenbau mit der Fachrichtung Biomedizinische Technik, TU Berlin). Er ist Vorsitzender der Tunesich-Deutschen Jugendförderung e.V. und Delegierter und ehem. Vorstandsmitglied des Migrationsrates Berlin Brandenburg e.V.
Anis ben Amor hat Afrikanistik und Europäische Ethnologie an der HU studiert. Seine Magisterarbeit trägt den Titel “A Walk in the Night ou l´espoir? - De la souffrance à l´engagement” und handelt von engagierter Literatur während der Apartheid. Er beschäftigt sich auch mit afrikanischem, sozial engagiertem Kino.
Pressestimmen
Der Publikumsliebling der Berlinale 2002!
„Mit dem Portrait der jungen, plötzlich von Tanz und Sinnlichkeit gepackten Witwe Lilia schafft die tunesische Filmemacherin Raja Amari ein provozierendes und zugleich betörendes Erstlingswerk, das sich weit von den üblichen Klischees der Befreiung der maghrebinischen Frau abhebt.” (Le Monde, Paris)
„Der nuancierte Ausdruck in Tanz und Dialogen und das substantielle Gespür in den Aufnahmen zeichnen Raja Amari als viel versprechende Regisseurin aus.” (New Times, Los Angeles)
Festivals
Ausgewählt für das Berlinale Forum 2002 (Publikumsliebling!)
Beste Nachwuchs Regie - Seattle Film Festival - 2002
Publikumspreis - Maine Film Festival 2002
Bester Film - Montreal Film Festival 2003
Bester Film - Turin Film Festival 2003
Bester Film - Beste Hauptdarstellerin (Hiam Abbas) - La Cuenca Film Festival - Ecuador – 2003
african reflections
‘african reflections’ ist eine monatlich im Filmtheater Hackesche Höfe stattfindende Filmreihe, in deren Rahmen Spiel- und Dokumentarfilme afrikanischer FilmemacherInnen präsentiert werden. KuratorInnen der Reihe sind Philippa Ebéné und Julien Enoka Ayemba.
‘african reflections’ findet statt in Kooperation mit dem Filmtheater Hackesche Höfe und mit freundlicher Unterstützung der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen. Medienpartner ist radio multikulti.