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Blaque ReinneCarnation. Moving up, out & beyond. Ein Choreopoem.

Am 30. November 2006 um 20:00 Uhr findet die Premiere des Choreopoems in der Werkstatt der Kulturen statt. Das junge Künstlerkollektiv bringt, mittels performativer Kunst Themen wie Identitätskonstruktion und Selbstdefinition auf die Bühne.

Pressemitteilung
“Blaque ReinneCarnation. Moving up, out & beyond.
Ein Choreopoem.

/ Konzept: Cinn Sandjon
Tanz: Duduzile Voigts
Gesang: Jazz Banzouzi, Kerrin Henry
Spoken Word: Edem Gakpo, Cinn Sandjon
Musik: Theophilus Emiowele (Percussion), Phil Khabo (Beats)

Premiere: 30.11.2006 (Donnerstag)
Weitere Vorstellungen: 2.12. (Samstag) und 3.12.2006 (Sonntag)
jeweils 20:00 Uhr

Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin
Eintritt: 8 € / ermäßigt 6 €
Kontakt: reinnecarnation@gmx.de
0177 775 2745 oder 030 - 784 25 52 (Duduzile Voigts)
0174 – 75 49 193 (Cinn Sandjon)

/Edutainment is born! – Das Choreopoem „Blaque ReinneCarnation“ wagt den Versuch, mittels performativer Kunst die Thematik von Identitätskonstruktion und Selbstdefinition auf die Bühne zu bringen. Uraufgeführt am 30. November in der Werkstatt der Kulturen stellt es Stereotypisierungen schwarzer Menschen in Frage, führt gängige Vorurteile und gesellschaftliche Normvorstellungen ad absurdum. Doch die Opferrolle wird konsequent abgelehnt und stattdessen ein Weg hin zur positiven Auseinandersetzung mit dem Minderheitenstatus in Deutschland aufgezeigt.

Das junge Künstlerkollektiv, das sich für dieses Projekt zusammengefunden hat, nutzt hierzu Gedichttexte und ergänzt /sie durch Musik und Tanz. Musik als Botschafter, während Verse zu Bewegungen werden und Klänge zu Gesten. Genau wie Identität fragmentiert ein großes Ganzes bilden kann, bilden die unterschiedlichen Kommunikationsformen eine künstlerische Einheit.

/Dabei werden kulturelle Ausdrucksformen sowohl aus dem europäischen als auch aus dem afrikanischen Kontext beansprucht. Kompostionen Bachs begegnen Trommelrhythmen aus Westafrika und einem Gedicht der deutsch-ghanaischen Dichterin May Ayim. Der Gospel des Schwarzen Amerikas gesellt sich zu Versen von Rilke. Blaque ReinneCarnation wird damit zu einem künstlerischen Beleg dafür, dass Identität schon lange kein statisches Konstrukt mehr ist, das auf Definitionen von Mehrheiten beruht.

Erfahrungen, aus denen die acht Künstler während ihrer Arbeit schöpfen können, haben sie selbst zur Genüge / gemacht. Mit Wurzeln von Polen über Ghana bis in die Karibik könnten sie das Lied „Fremd im eigenen Land“ in einigen Variationen singen. Doch frei nach dem Motto „We are here [because you are there]“ stellen sie lieber eine künstlerische Verarbeitung der Tatsache dar, dass schwarze Realität seit Jahrhunderten Bestandteil des deutschen Alltags ist. Anstatt sich dabei auf Klischees, Stereotypen und einengende Kategorisierungen zu beschränken, nutzen sie die Subjektivierung schwarzer Existenz, um der Komplexität und Diversität der afrikanischen Diaspora in Deutschland zumindest partiell gerecht zu werden.

Der Blick richtet sich dabei stets aus der Diaspora, ist aber nicht in ihr behaftet. Als Self-definer der eigenen / Geschichte, Gegenwart und Zukunft versucht das afrodeutsche Künstlerkollektiv mit dieser Art des Empowerments das zu verändern, was Toni Morrison in ihrem Roman Beloved feststellte: „Definitions belonged to the definers - not the defined.“
So wird die Bühne zum utopischen Raum von Identitätskonstrukten und Wirklichkeitskonstruktionen. Das Objekt des (vermeintlich) Fremden macht sich hier zum Subjekt des eigenen Handelns.

In Kooperation mit AfricAvenir International e.V.

One Response to “Blaque ReinneCarnation. Moving up, out & beyond. Ein Choreopoem.”

  1. Akoua Says:

    Wonderful! It’s wonderful, so wonderful. Alles was ich immer wollte. The power to define yourself.

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