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Seminar (WS 2005/06): Afrikanischen Renaissance - Ideengeschichte und aktuelle Debatte

Auf Initiative des OSI-Clubs wird es am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin ab dem kommenden WS 2005/06 wieder ein Modul ‘Politik Afrikas’ geben. In diesem Rahmen werden Eric Van Grasdorff und Ann Kathrin Helfrich ein Proseminar zur Afrikanischen Renaissance anbieten.

Afrikanische Renaissance – Ideengeschichte und aktuelle Debatte

Dozenten: Prof. Dr. Rytlewski / Eric Van Grasdorff / Ann Kathrin Helfrich

Ort: Otto-Suhr-Institut, Raum: 55/B

Zeit: MO 16-18 Uhr

Mit dem demokratischen Wandel im südlichen Afrika und dem damit besiegelten formellen Ende des Kolonialismus wurde eine Zeit des Wiederaufbaus und der Erneuerung auf dem afrikanischen Kontinent eingeläutet, die sich in einer lebhaft geführten Debatte um die afrikanische Renaissance widerspiegelt. Ohne Frage hat die Bewegung der afrikanischen Renaissance durch die Initiativen der südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela und Thabo Mbeki seit 1994 neuen Schwung gewonnen. Allerdings wird oft übersehen, dass die Idee einer Wiedergeburt Afrikas bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht und im afrikanischen Widerstand gegen Sklaverei und Rassismus gründet.

Ziele des Proseminars sind die Erarbeitung der ideengeschichtlichen Grundzüge der afrikanischen Renaissance und die Analyse des aktuellen Konzepts. Durch die Beschäftigung mit der zukunftweisenden Ideenströmung der Afrikanischen Renaissance sollen die Studenten für die endogenen Reformbemühungen in Afrika sensibilisiert werden. Nach einer Einführung ins wissenschaftliche und ideengeschichtliche Arbeiten, sollen zunächst anhand ausgewählter Literatur die wichtigsten Etappen in der Artikulation und Umsetzung der Afrikanischen Renaissance vorgestellt werden. Auf dieser Grundlage wenden wir uns dann den aktuellen inhaltlichen Debatten um eine moralische, kulturelle, politische und wirtschaftliche Neugeburt Afrikas zu.

Das Seminar richtet sich vornehmlich an Studenten des Grundstudiums. Zu erbringende Leistungen für den Scheinerwerb sind neben der intensiven Lektüre und regelmäßigen und aktiven Teilnahme an den Sitzungen das Halten eines Referats und das Schreiben einer Hausarbeit oder das Verfassen einer Buchrezension (je 15 Seiten).

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